Politik, Ausländer, Greta, inzwischen auch alles zusammen in ewig dem gleichen sich wiederholenden Phrasen auf Facebook und Youtube. Das Abnutzen der Couch mit ersten Gameboy 1992 macht jedenfalls mehr sinn, als sich die Schwarzweißmalerei reinzuziehen. Sicher ist jedenfalls, dass das viel zu viel auf der Couch gesessen wird. Apple und iPhone sei Dank. Vereine, besonders die, wo nicht mit Gewehren, die so groß wie Kinderspielzeug in den 70ern sind (heute ist Cowboyspielen nicht mehr so in), auf einen Holzvogel geschossen. Beim Radfahren geht es halt nicht um Leberverfettung sondern um Bewegung und das macht Radfahren schon mal per se anstrengend. Außerdem muss man raus, an die Luft. Im Sommer sogar stundenlang in die Sonne wo man mit Vitamin D zugedröhnt wird. Dabei wurde Bremen unlängst zur besten Deutschen Fahrradgroßstadt gewählt. Also, Bremen bewegt sich. Weil Hamburg bei dem Ergebenis schon mal nicht vor Bremen liegt, kann die Note 3,5 auch ungeachtet links liegen gelassen lassen werden. Links ist auch die Regierung in Bremen, jetzt sogar Doppellinks mit Grün. Bei 25 % radfahrenden Verkehrsteilnehmern und der Zusagen, dass die Infrastruktur für Radfahrer weiter ausgebaut ist, ist das eine gute Voraussetzung um im kommenden Jahr die Note zu verbessern.

Vielleicht überdenkt jetzt der eine oder andere Amtmann auch die Entscheidung, den Veloturn 2018 durch so hohe Auflagen den Gar aus gemacht zu haben. Natürlich gilt: Sicherheit geht vor, dass ist unbestritten. Als Großstadt mit dem freundlichsten Fahrradklima könnte die Stadt aber so ein Event auch unterstützen, vielleicht mit Leistungen, die der Veranstalter nicht erbringen kann. Ok, Bremen hat die Six Days. Die standen aber auch schon öfter auf der Kippe, und mal ehrlich, das ist kein Straßenradrennen für Alle.

Die Bremer Radrennen starben nach und nach aus. Immer höhere Auflagen, immer weniger Teilnehmer, mangelnde Helfer. Wenigst die Offene Bremer Kriteriums Meisterschaft hat dank der Bremer Radsportvereine überlebt. Allerdings ist die Serie eher Insidern bekannt und Zuschauer verirrene sich selten. Was also tun? Warten bis die Senioren, die noch von Bremer Radrennen erzählen aussterben oder etwas neues auf die Beine stellen. Die drei Clubs, deren Mitglieder auch Lizenzrennen fahren, haben sich für zweiteres entschieden.

So war das Bremer Stern Race geboren. Um nicht gleich wieder alles unter städtischen Tonnen von Auflagen zu begraben, war der Kontakt zu Mercedes natürlich Gold wert. Wenn alles gut läuft, gibt es keinen bessere Voraussetzung für den Bremer Stern 2021 – dann vielleicht sogar wieder auf der Straße, wie früher.

Ride On.

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